WBR Solar- und Energietechnik
Wallbox

Mit eigenem Strom elektrisch fahren.

Eine Wallbox ist mehr als eine sicherere Steckdose. In Kombination mit einer PV-Anlage und einem Energiemanager fließt der Mittags-Überschuss direkt ins E-Auto. Sie laden für 8–10 Cent statt für 32,8 ct/kWh. Wir installieren Wallboxen mit oder ohne Lastmanagement, melden beim Netzbetreiber an und kümmern uns um die Genehmigung bei 22-kW-Ladepunkten.

PV-Überschussladen

PV-Überschussladen: Sonnenstrom direkt ins Auto

Ein Energiemanager überwacht laufend Erzeugung und Hausverbrauch. Bleibt mehr als ca. 1,4 kW übrig (= eine Phase Mindestladung), startet die Wallbox automatisch und drosselt sich wieder, wenn die Sonne nachlässt oder der Backofen anspringt.

Annahmen
Jahreskilometer
12.000 km
Verbrauch E-Auto
ca. 18 kWh/100 km
Strombedarf pro Jahr
ca. 2.160 kWh
Anteil Solar-Überschussladung
ca. 60 % (~1.300 kWh)
Anteil Netzbezug (Winter, abends)
ca. 40 % (~860 kWh)
Strompreis Bezug
32,8 ct/kWh
PV-Überschuss-Kosten
0 ct/kWh (entgangene Einspeisung 7,78 ct)
Stromkosten pro Jahr
Komplett aus dem Netz
ca. 708 €/Jahr

2.160 kWh × 32,8 ct

60 % aus PV-Überschuss
ca. 384 €/Jahr

860 kWh × 32,8 ct + entgangene Einspeisung

Differenz pro Jahr
ca. 324 €

Über 10 Jahre Wallbox-Nutzung: ~3.240 €

Welche Wallbox

Schuko, 11 oder 22 kW: drei Stufen.

In 95 % der Fälle ist die 11-kW-Wallbox die richtige Antwort: meldepflichtig statt genehmigungspflichtig, passt zu praktisch allen E-Autos, voll PV-überschussfähig.

Schuko-Steckdose

ca. 2,3 kW

ca. 18 h für 10 → 80 %

Beispiel · 60-kWh-Akku, 10 → 80 %

  • keine Installation nötig
  • nicht für Dauerlast geeignet
  • Brandrisiko bei alten Leitungen
  • kein Lastmanagement

Passt zu · Notladen unterwegs, sonst nicht empfehlenswert

Empfohlen

11-kW-Wallbox

11 kW (3-phasig, 16 A)

ca. 4 h für 10 → 80 %

Beispiel · 60-kWh-Akku, 10 → 80 %

  • Anmeldung beim Netzbetreiber reicht
  • passt zu fast allen E-Autos
  • PV-Überschussladen möglich
  • langsamer als 22 kW

Passt zu · Standardlösung für 95 % der Haushalte

22-kW-Wallbox

22 kW (3-phasig, 32 A)

ca. 2 h für 10 → 80 %

Beispiel · 60-kWh-Akku, 10 → 80 %

  • doppelte Ladegeschwindigkeit
  • sinnvoll bei kurzen Standzeiten
  • Genehmigung des Netzbetreibers nötig (§19 NAV)
  • nur wenige Autos laden mit 22 kW AC
  • höhere Anschaffungskosten

Passt zu · Gewerbe, Mehrparteien-Häuser, Renault Megane E-Tech

Live-Ladezeit für Ihr Auto

Auto auswählen, Akkustand setzen, vergleichen.

Wenn Ihr Auto nur mit 11 kW lädt, bringt eine 22-kW-Wallbox gar nichts. Die Bremse sitzt im Fahrzeug. Der Rechner zeigt das transparent.

Ladezeit-Vergleich · 10 → 80 %

Auto wählen, Akkustand setzen, Ladezeit auf 80 % sehen.

Akku 77 kWh
AC max 11 kW
20 %

Ziel: 80 % · nachzuladen 46.2 kWh

Ihr Auto lädt mit maximal 11 kW AC. Eine 22-kW-Wallbox bringt deshalb keinen Vorteil. Die 11-kW-Variante reicht, das spart die Genehmigung.
Ladezeit · 10 → 80 % laden
Schuko-Steckdose· 2.3 kW
20 h 5 min

Nicht für Dauerladen

11-kW-Wallbox· 11 kW
4 h 12 min

Empfohlene Standardlösung

22-kW-Wallbox· 11 kW
4 h 12 min

Auto-Limit greift (11 kW)

Berechnung bei konstanter AC-Ladeleistung von 10 % auf 80 %. Die letzten 20 % drosseln die meisten E-Autos auf 50–70 % der nominellen Leistung. Diese Phase ist hier bewusst ausgeklammert, weil sie für die Alltagspraxis kaum relevant ist.

Anmeldung & Genehmigung

Was Sie melden müssen, was Sie genehmigen lassen müssen.

Der Netzbetreiber will jeden neuen Ladepunkt kennen. Bis 11 kW ist es eine Anzeige, ab 12 kW eine Genehmigung. Die kann eingeschränkt werden.

Bis 11 kW

Anzeige beim Netzbetreiber

Reine Anzeigepflicht, keine Genehmigung. WBR übernimmt das Formular und meldet die Wallbox bei E.DIS oder Ihrem Versorger. Sie können nicht abgelehnt werden, müssen aber gemeldet sein.

Ab 12 kW

Genehmigungspflicht (§19 NAV)

Der Netzbetreiber prüft, ob die Ortsnetztrafostation den Anschluss verträgt. In ländlichen Bereichen kann das verzögert oder eingeschränkt werden. Bei 22-kW-Wallboxen rechnen wir mit 4–8 Wochen Genehmigungsdauer.

Bei Wärmepumpe + Wallbox

Lastmanagement empfohlen

Wenn Wärmepumpe und Wallbox gleichzeitig laufen sollen, regelt ein Lastmanagement die Verteilung, sonst löst der Hausanschluss aus. Bei §14a EnWG gilt das ohnehin: Versorger darf nicht-kritische Verbraucher temporär drosseln, was über Lastmanagement umgesetzt wird.

Warum überhaupt eine Wallbox

„Geht doch auch über die Steckdose.“

Theoretisch ja. Praktisch sind Haushalts-Steckdosen nicht für tägliches 8-Stunden-Laden gebaut. Drei Probleme, die selten in den Werbeprospekten stehen.

Brandgefahr bei Dauerlast

Haushalts-Steckdosen sind für 16 A kurzzeitig zugelassen, nicht für 8 Stunden Dauerlast. Bei alter Hausinstallation kann der Stecker so heiß werden, dass die Isolierung schmilzt. Der ADAC warnt seit Jahren vor regelmäßigem Schuko-Laden.

Sehr lange Ladezeiten

Schuko liefert maximal 2,3 kW. Ein 60-kWh-Akku braucht damit über 24 Stunden für eine Vollladung, also länger, als die meisten E-Autos überhaupt zuhause stehen. Mit einer 11-kW-Wallbox sind es ca. 5,5 Stunden.

Keine Abrechnung, kein Schutz

Eine Wallbox bietet FI-Schutz, Lastmanagement und (optional) eichrechts-konforme Abrechnung, was bei Mehrfamilienhäusern, Gewerbe oder Dienstwagen-Nutzung relevant ist. Schuko-Laden bietet nichts davon.

Häufige Fragen

Wallbox: die häufigsten Fragen.

11 oder 22 kW, Genehmigung, PV-Überschussladen. Was vor der Wallbox-Bestellung geklärt sein sollte.

Welche Wallbox: 11 kW oder 22 kW?

Bei 95 % der Haushalte: 11 kW. 22 kW bringt nur etwas, wenn das Auto auch 22 kW AC laden kann (selten, Renault Megane E-Tech ist eine der wenigen). Außerdem ist 22 kW genehmigungspflichtig, 11 kW nur meldepflichtig beim Netzbetreiber. Mehr Power kostet zudem mehr und löst bei den meisten Hausanschlüssen Lastmanagement-Bedarf aus.

Brauche ich eine Genehmigung für eine Wallbox?

Bis 11 kW reicht die Anzeige beim Netzbetreiber (in MV: WEMAG oder E.DIS). Ab 12 kW braucht es eine ausdrückliche Genehmigung nach §19 Niederspannungsanschlussverordnung. Die kann eingeschränkt oder mit Verzögerung erteilt werden. WBR übernimmt das Anmeldeverfahren komplett.

Wie verbinde ich die Wallbox mit der PV-Anlage?

Mit einer überschussfähigen Wallbox plus Energiemanager (z.B. openWB, go-eCharger oder integriert im Hybrid-Wechselrichter). Der Manager überwacht laufend die Hausbilanz und startet die Wallbox erst, wenn mehr als ca. 1,4 kW Solar-Überschuss vorhanden sind, und moduliert dann bis 11 kW. Ohne diese Logik zieht das Auto auch Netzstrom.

Was kostet eine Wallbox mit Installation?

Fertig montiert 1.200 bis 2.500 Euro, abhängig von Kabelweg, Erdung und Modell. Lange Wege durch Garage oder Erdverlegung sind die größten Kostentreiber, nicht die Wallbox selbst. WBR kalkuliert nach dem Vor-Ort-Termin, ohne pauschale Festpreis-Falle.

Welche Wallbox ist die beste?

Es gibt nicht „die beste“, sondern die richtige für Ihren Einsatz. WBR baut häufig openWB (volle PV-Integration), go-eCharger (mobil und stationär), Wallbe (deutsche Industrie-Qualität) und Hersteller-Wallboxen wenn ein bestimmtes E-Auto-Ökosystem genutzt wird. Marken-Wallboxen vom Autohersteller sind oft teurer ohne klaren Mehrwert.

Brauche ich einen separaten Stromzähler für die Wallbox?

Technisch nicht. Sinnvoll wird es bei einem Autostromtarif (separater, oft günstigerer Tarif für E-Auto-Strom). Dafür braucht der Netzbetreiber einen zweiten Zähler oder ein Smart Meter mit Submetering. Im normalen Haushaltstarif läuft die Wallbox einfach über den vorhandenen Hauszähler.

Wie schnell lädt eine 11-kW-Wallbox?

Rund 50 bis 60 km Reichweite pro Stunde, je nach Auto und Wirkungsgrad. Eine Vollladung von 20 auf 80 % bei einem 60-kWh-Akku dauert etwa 4 Stunden. Für die typische Standzeit über Nacht völlig ausreichend.

Sollte die Wallbox draußen oder in der Garage hängen?

Beides möglich. Außenwallboxen brauchen Schutzart IP54 oder höher und idealerweise einen Wetterschutz. WBR empfiehlt Garage oder Carport. Das schützt vor direkter Bewitterung und Vandalismus und verlängert die Lebensdauer der Elektronik.

Lohnt sich PV-Überschussladen wirklich?

Ja, deutlich. Wer mit Netzstrom (32,8 ct/kWh) lädt vs. mit PV-Überschuss (8 bis 10 ct kalkulatorisch): bei 10.000 km pro Jahr und 18 kWh pro 100 km macht das rund 450 Euro Ersparnis pro Jahr. Über 10 Jahre Wallbox-Nutzung ergibt sich daraus ein klarer wirtschaftlicher Hebel, vorausgesetzt die PV-Anlage liefert genug Mittagsüberschuss.

Gibt es 2026 noch eine KfW-Förderung für Wallboxen?

Nein. KfW 440 (Wallbox-Privat) wurde 2021 eingestellt, KfW 442 (Wallbox + PV + Speicher) Ende 2023. Aktuell keine Bundesförderung für Wallboxen. Manche Kommunen oder Stadtwerke fördern lokal. Der Aufwand ist meist höher als der Zuschuss.